Präzisionsmedizin der Zukunft
Forschende am MOLIT Institut für personalisierte Medizin entwickeln Methoden, mit denen sich medizinische Daten analysieren und individualisierte Krebstherapien verbessern lassen.
Mehr lesen
Innovationen in Deutschland sind der Motor unseres Wohlstands, getrieben von exzellenter Forschung, kreativen Start-ups und jeder Menge Unternehmergeist. Was den Wirtschaftsstandort Deutschland stark macht, wie er international mithalten kann – und welche Rolle die Region Heilbronn dabei spielt.
Innovation entsteht in Deutschland dort, wo drei Dinge zusammenkommen: Ideen, Erfindergeist und der Mut, Neues zu wagen. Was unseren Wohlstand sichert, kommt nicht aus dem Boden, sondern entsteht in Laboren, Hörsälen und den Köpfen der Menschen, die die Zukunft unseres Landes gestalten wollen. Es stammt von Unternehmerinnen und Unternehmern, Gründerinnen und Gründern.
Damit Deutschland auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb bestehen und unsere Wirtschaft wachsen kann, braucht es eine starke Vernetzung: zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen, zwischen Forschung und Praxis. Denn Unternehmertum lebt vom gegenseitigen Austausch und von einem Umfeld, in dem Ideen sich nicht nur entwickeln, sondern auch gedeihen können.
Die Region Heilbronn geht voran: In den letzten Jahren haben sich in der Hochschulstadt nicht nur diverse renommierte Forschungsinstitute und Universitäten angesiedelt. Außerdem ist dort eine aktive Start-up-Szene entstanden, die dank guter Verbindungen zu Spitzenforschung und Weltmarktführern neue Impulse für die deutsche Wirtschaft setzen kann. Wie Innovation in Deutschland gelingen kann, kann man hier vor Ort erfahren.
Damit aus guten Ideen Start-ups und später einmal erfolgreiche Unternehmen werden, braucht es die richtigen Talente, motivierte Teams und das passende Umfeld. Doch nicht jede Gründerin und jeder Gründer ist gleich erfolgreich. Woran liegt’s? Eine Analyse des Oxford Internet Institute zeigt: Es gibt sechs unterschiedliche Gründertypen, die besonders häufig in jungen Unternehmen zu finden sind. Wer ein Team anhand dieser Typen zusammenstellt, erhöht also die Chancen, dass das Start-up erfolgreich wird und zu einem etablierten Unternehmen wachsen kann.
Doch Persönlichkeit allein reicht nicht aus, um den Durchbruch eines Start-ups vorherzusagen. Eine weitere Studie belegt, dass erfolgreiche Gründerinnen und Gründer zwei Schlüsselkompetenzen mitbringen: einerseits eine Matching-Kompetenz – also die Fähigkeit, die passenden Partnerinnen und Partner, Mitarbeitenden und Ressourcen zur richtigen Zeit zusammenzubringen und so eine starke Vernetzung aufzubauen. Dazu kommt die Governance-Kompetenz – das heißt, ein Unternehmen so zu steuern und zu strukturieren, dass Entscheidungen klar, verlässlich und skalierbar getroffen werden.
Erst durch die Vernetzung führt Wissen zu unternehmerischem Erfolg und kann schließlich zum Wettbewerbsvorteil für den Wirtschaftsstandort Deutschland werden. In der Region Heilbronn wendet man dieses Prinzip bereits an: Rund um den Start-up- und Co-Innovation-Hub Campus Founders wächst ein Innovationsökosystem, das Gründerinnen und Gründer, etablierte Unternehmen und Forschung gezielt zusammenführt – genau so, wie es Innovation in Deutschland braucht, um international konkurrenzfähig zu bleiben.
Das Mentoring-Programm der Campus Founders setzt auf die Vernetzung von jungen Gründerinnen und Gründern mit erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern. In der „CEO Leadership Series“ am TUM Campus Heilbronn geben hochkarätige Führungskräfte persönliche Einblicke in Transformation und Skalierung. Und mit „WoMent“, einem Karriereförderprogramm der Dieter Schwarz Stiftung, werden gezielt Studentinnen der Heilbronner Hochschulen auf den Berufseinstieg vorbereitet.
Wer die innovativsten Start-ups Deutschlands finden will, sollte in die Region Heilbronn schauen. Beim Slush’D-Festival 2025 pitchten Gründerteams ihre Ideen in fünf Minuten und konnten bis zu 100.000 Euro gewinnen. Die Gewinnerinnen und Gewinner zeigten deutlich, dass Künstliche Intelligenz kein Zukunftsthema mehr ist, sondern bestimmen wird, ob ein Unternehmen künftig wettbewerbsfähig bleibt.
Erfolgsbeispiele sind Start-ups wie die KI-Plattform EcoComply, die maßgeschneiderte Compliance-Lösungen für kleine und mittlere Hersteller anbietet, oder Common Sense Robotics, die mit dem Co-Innovation-Award für ein gemeinsames Projekt mit Audi ausgezeichnet wurden. Diese Start-ups stehen sinnbildlich für eine neue Generation deutscher Unternehmen: technologisch stark, anwendungsnah und international skalierbar.
Transformation in Unternehmen ist zentral, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können. Doch wie wandlungsfähig sind deutsche Unternehmen wirklich? Die Fraunhofer HNFIZ haben genau das untersucht und einen Transformationsindex entwickelt – ein Selbsttest, der auf 35 Jahren Forschung und Interviews mit Unternehmen basiert und die Erfolgsfaktoren von Unternehmertum messbar macht.
Wie konkreter Wandel in Bezug auf Innovation in Deutschland aussieht, zeigt ein Forschungsprojekt des TUM Campus Heilbronn und der RWTH Aachen University: Im Maschinenbau, einer der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft, setzen immer mehr Firmen in der Transformation auf Abonnementmodelle statt auf den einmaligen Kauf eines Produkts. Damit das risikoarm gelingt, haben die Forschenden ein Online-Tool entwickelt, das den den Einstieg in neue Geschäftsmodelle erleichtert und deutschen Unternehmen hilft, im internationalen Wettbewerb weiterhin die Nase vorn zu haben.
Der Weg von der Grundlagenforschung in die unternehmerische Praxis ist oft lang, doch in der Region Heilbronn wird er im Namen der Innovation in Deutschland bewusst kurz gehalten. Ein Beispiel: Die Heilbronner Versorgungs GmbH testet gemeinsam mit dem Ferdinand-Steinbeis-Institut einen digitalen Zwilling des Heilbronner Wassernetzes. Sie nutzen Künstliche Intelligenz, um kritische Infrastruktur mithilfe von Echtzeitabbildern effizienter und sicherer zu machen. Das Pilotprojekt ist erst der Anfang, der internationale Roll-out ist bereits geplant.
Noch grundlegender forscht ein Projekt am TUM Campus Heilbronn: Neue Methoden zur Lösung mathematischer Gleichungen sollen Software effizienter machen und damit das volle Potenzial von Hochleistungsrechnern ausschöpfen, etwa für präzisere Klimamodellierungen. Ein weiteres Beispiel, wie Forschung in der Region Heilbronn aus dem Labor den Weg in die globale Anwendung findet.
Die USA und China mögen die globale Entwicklung von KI anführen, doch auch Europa setzt entscheidende Impulse. Mitten in Deutschland entsteht Europas größtes KI-Ökosystem: der IPAI, kurz für Innovation Park Artificial Intelligence in Heilbronn, initiiert von der Dieter Schwarz Stiftung, der Schwarz Gruppe und dem Land Baden-Württemberg. Im IPAI kommen Unternehmen und Start-ups, Forschungseinrichtungen und öffentliche Akteurinnen und Akteure zusammen, um die anwendungsorientierte Entwicklung von Künstlicher Intelligenz voranzutreiben und sie mit sozialer Verantwortung und ethischen Werten zu verbinden – ein echtes Alleinstellungsmerkmal für Innovation in Deutschland. Bis zu 5.000 Arbeitsplätze wird es auf dem neuen KI-Campus geben. Damit leistet der IPAI nicht nur einen wichtigen Beitrag zur KI-Wettbewerbsfähigkeit, sondern stärkt gleichzeitig Wachstum und Wohlstand in der Region Heilbronn und am Wirtschaftsstandort Deutschland.
Deutschland verfügt über exzellente Forschung, starkes Unternehmertum und eine dynamische Start-up-Szene. Doch um im internationalen Wettbewerb dauerhaft mithalten zu können, braucht es eine globale Vernetzung und den Austausch mit den besten Köpfen der Welt.
Die Region Heilbronn-Franken geht hier voran: Sie ist in der elften Kohorte eine von sechs Regionen weltweit, die am renommierten REAP-Programm des MIT teilnehmen und sich vernetzen. Das MIT REAP-Programm stärkt regionale Innovationsökosysteme und bietet internationale Vernetzung und Möglichkeiten fürs Peer-Learning. Eine große Chance für die Region Heilbronn-Franken, sich als führendes Innovationsökosystem, insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz in Unternehmen, zu positionieren.
Parallel baut der IPAI, der Innovation Park Artificial Intelligence, in Heilbronn internationale Brücken für Forschende und Start-ups. Die Region Heilbronn ist damit nicht nur ein Standort für Innovation für Deutschland – sondern für ganz Europa.
Forschende am MOLIT Institut für personalisierte Medizin entwickeln Methoden, mit denen sich medizinische Daten analysieren und individualisierte Krebstherapien verbessern lassen.
Mehr lesenForschende der Fraunhofer HNFIZ haben einen Transformationsindex entwickelt. Zugrunde liegen ihm Studienergebnisse aus 35 Jahren. Unternehmen können damit prüfen, wie zukunftsfähig sie sind.
Mehr lesenQuantencomputer und künstliche Intelligenz werden sich in Zukunft ergänzen. Drei Thesen des Physikers Achim Kempf von der University of Waterloo in Kanada offenbaren das Potenzial dieser Synergie.
Mehr lesen