„Ich bin seit rund vier Jahren Mentor für Start-ups, vor allem in Heilbronn und Stuttgart. Das ist für mich eine Herzensangelegenheit, denn ich wurde als Gründer selbst stark von den Campus Founders unterstützt und möchte das zurückgeben. Derzeit begleite ich wöchentlich vier Start-up-Teams. Es geht dabei vor allem um Go-to-Market-Themen und strategische Fragen, da habe ich am meisten Erfahrung – von Pre-Revenue-Start-ups mit null Euro Umsatz bis zu solchen mit Series-A-Finanzierung oder achtstelligen wiederkehrenden Umsätzen.
In die Mentoring-Sessions bringen die Teams ihre aktuellen Fragen mit, und wir überlegen gemeinsam: Was ist wichtig und dringend? Das gehen wir direkt in der Session an. Was ist wichtig und nicht dringend, oder was ist dringend, aber weniger wichtig? Das behandeln wir später. Und unwichtige, nicht dringende Themen fliegen raus. Zusätzlich habe ich eine Toolbox für Go-to-Market-Themen entwickelt. Wenn zum Beispiel der Nutzen eines Produkts nicht klar an die Kundinnen und Kunden kommuniziert wird, gehen wir da zusammen tiefer rein. Als Mentor errichte ich beim Sparring die Leitplanken, treffe aber keine Entscheidungen.
Aus meiner Erfahrung gründen viele Teams zu schnell. Ich bin ein Fan der ‚Spieß-umdreh-Methode‘: Beweis dir selbst, warum das Unternehmen in einem halben Jahr scheitert. Wenn du das positiv widerlegst – super! Und wenn nicht, sparst du Zeit, Geld und Herzblut. Viele Gründerinnen und Gründer sind sehr von ihren Ideen überzeugt, aber man braucht wahre Größe, um neutral und unbefangen in den Spiegel zu schauen und sich ehrlich zu fragen: Ist das eine gute Idee, die funktionieren kann? Zu gründen bedeutet auch, Mut zu haben.“