Frau Bell, das WoMent-Programm umfasst neben dem Mentoring auch Trainings und Workshops. Welche waren für Sie am wertvollsten?
Bell: Früher wurde ich vor großen Gruppen schnell nervös. Zu der Zeit des Mentorings fanden coronabedingt viele Termine online statt. Durch die Trainings habe ich gelernt, mich trotz Aufregung digital gut zu präsentieren: wie ich mich vor der Kamera positioniere, wie ich wirke und worauf ich im Online-Setting achten sollte. Viele dieser Tipps helfen mir bis heute in digitalen Meetings.
WoMent ist ein Mentoring-Programm speziell für Frauen. Wie wichtig ist das?
Widmann: Gerade in einer digitalen Welt ist Austausch sehr wichtig. In technischen Bereichen, in denen Frauen oft in der Minderheit sind, schafft Mentoring einen geschützten Raum. Dort kann man offen fragen, sich austauschen und Erfahrungen teilen.
Bell: Das kann ich nur unterstreichen. Besonders in Branchen, in denen Frauen noch unterrepräsentiert sind, sind Netzwerke umso wichtiger. Durch unseren Austausch habe ich verstanden, wie ich in einem eher männerdominierten Bereich als Frau sichtbar werde und Kontakte aktiv für mich nutzen kann. Und wenn man Frauen in verantwortungsvollen Positionen sieht, erweitert das den eigenen Horizont. Dank Anika wusste ich: Das möchte ich auch erreichen. Für mich ist sie bis heute ein Vorbild.
Sie stehen also heute noch in Kontakt?
Widmann: Ja. Inzwischen arbeiten wir beide im selben Konzern, das macht es uns natürlich leicht. Wir treffen uns zum Mittagessen oder begegnen uns ab und zu im Alltag. Es ist schön, Sarah zu begleiten und zu sehen, wie sie sich weiterentwickelt.
Bell: Ich hole mir bis heute gern Anikas Rat, auch wenn es längst nicht mehr ihre Aufgabe ist. Sie hat ein sehr gutes Auge und gibt klare, ehrliche Rückmeldungen. Dass daraus eine Freundschaft wurde, ist ein sehr schöner Nebeneffekt des Programms.