Was bieten Sie Kindern an?
Trost: Unsere Philosophie ist es, ein Angebot zu schaffen, das den Schulunterricht ergänzt – etwa durch Juniorakademien für begabte Kinder und Jugendliche oder in unseren praxisorientierten Ferienakademien, die gerade den Schülern mit schwierigen Bildungsbiografien wertvollen Input geben. Außerdem bieten wir für Elf- bis 16-Jährige im Großraum Heilbronn Programmier- und MINT-Kurse an, die nicht Teil des Fachunterrichts an der Schule sind. Da die aim gemeinnützig ist und vollständig von der Dieter Schwarz Stiftung getragen wird, sind diese Kurse für die Teilnehmer kostenfrei.
Die mit dem KI-Preis gekürten Schulen sind bisher noch Leuchttürme. Andere Schulen haben Bedenken in Sachen Datenschutz und Rechtssicherheit. Was entgegnen Sie solchen Vorbehalten?
Trost: Die Bedenken sind nachvollziehbar und sollten auch ernst genommen werden. Gleichzeitig sage ich, Abwarten schafft auch keine Rechtssicherheit. Beim Thema KI entsteht Sicherheit durch erprobte Anwendungen und Kompetenzaufbau, nicht durch Verzicht. Schulen können nicht bis zur vollständigen Rechtssicherheit warten, bis sie sich mit neuen Technologien beschäftigen. Das sehen wir beim Thema Smartphone. Neue Technologien müssen pädagogisch frühzeitig erprobt werden, während rechtliche Leitlinien entstehen. Es ist viel erreicht, wenn Menschen an Schulen ethisch und sozial verantwortungsvoll mit den Tools umgehen.