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„Leadership ist ein Handwerk, das man lernen kann.“

Christina Müller ist Gymnasiallehrerin und Absolventin des Masterstudiengangs Schulmanagement & Leadership. Was sie dabei lernte und wem sie die Weiterbildung empfiehlt.

13.02.2026
Ebba Schröder

F

Frau Müller, bitte stellen Sie sich kurz vor.
Christina Müller: Ich bin 35 Jahre alt, Lehrerin und wohne mit meinem Mann und unserer kleinen Tochter in Tübingen.

Was und wo unterrichten Sie?
Müller: Mathematik und Musik am Johannes-Kepler-Gymnasium in Reutlingen.

Christina Müller hat als Gymnasiallehrerin den Masterstudiengang „Schulmanagement & Leadership“ absolviert.
Christina Müller hat als Gymnasiallehrerin den Masterstudiengang „Schulmanagement & Leadership“ absolviert.

Über den Masterstudiengang Schulmanagement & Leadership

Der berufsbegleitende Weiter­bildungs­studien­gang Schulmanagement & Leadership richtet sich an Führungs­kräfte im Bildungs­system und alle, die es werden wollen. Er wird vom Hector-Institut für Empirische Bildungs­forschung der Universität Tübingen in Kooperation mit der aim Heilbronn, dem Institut für Bildungs­analysen Baden-Württemberg (IBBW) und dem Zentrum für Schul­qualität und Lehrer­bildung (ZSL) angeboten.

Warum sind Sie Lehrerin geworden?
Müller: Die Entscheidung für das Lehramtsstudium war zunächst inhaltlich motiviert, Musik und Mathematik sind meine Leidenschaften. Im Laufe des Studiums und vor allem während des Praxissemesters kam dann die Begeisterung für die Lehre dazu. Wie Lernen gelingen kann und welche Voraussetzungen dafür nötig sind, das hat mich schon zu Studienzeiten beschäftigt.

Sie haben den berufsbegleitenden Masterstudiengang Schulmanagement & Leadership an der Universität Tübingen absolviert. Wie kamen Sie dazu?
Müller: Das war im Jahr 2023. Ich war damals noch an der Schule Schloss Salem, und die Schulleitung hat Informationen zum Studiengang an das Kollegium weitergeleitet. Da ich vorher schon bei einer Konferenz auf das Thema Führung an Schulen aufmerksam wurde, hat mich das sofort interessiert.

Was fanden Sie daran besonders spannend?
Müller: Dass Leadership nicht als Bauchgefühl verstanden, sondern als professionelles und lernbares Handwerk vermittelt wird. Zu dem Zeitpunkt war ich Digitalisierungsbeauftragte an meiner Schule und stellte fest, dass ein wesentlicher Teil meiner Aufgabe darin bestand, Prozesse zu gestalten und Führung zu übernehmen. Dafür wollte ich mich besser rüsten.

Ende 2025 haben Sie Ihren Abschluss gemacht. Wie blicken Sie auf das Studium zurück?
Müller: Ich habe die Zeit als sehr bereichernd erlebt. Besonders wertvoll fand ich den Austausch mit meinen Mitstudierenden – unter ihnen Lehrkräfte, Schulleitungen und Kolleginnen und Kollegen aus der Schulaufsicht, alle aus unterschiedlichen Bundesländern und Nationen.

Ihr Topargument für den Masterstudiengang?
Müller: Die Inhalte sind wissenschaftlich fundiert und zugleich nah dran an den realen Herausforderungen in Schulen.

Und was nehmen Sie inhaltlich mit?
Müller: Sehr viel! Unter anderem einen geschärften, evidenzorientierten Blick auf das, was guten Unterricht ausmacht. Viel Know-how über Lernen und Kompetenzvermittlung im digitalen Zeitalter. Und ein übergreifendes Verständnis von Schule als Bildungsorganisation und davon, wie Führung, Kultur und Strukturen Innovations- und Entwicklungsprozesse prägen.

Wem würden Sie den Weiterbildungsmaster empfehlen?
Müller: Grundsätzlich allen Kolleginnen und Kollegen, die ihre Schule aktiv gestalten wollen. Und zwar unabhängig davon, ob sie eine formale Leitungsrolle haben oder anstreben. Der Studiengang versteht Leadership nicht als Position, sondern wirklich als Verantwortung. Und die beginnt schon im Klassenzimmer.

Über die aim Heilbronn

Die aim (Akademie für Innovative Bildung und Management) entwickelt auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse Weiterbildungen und Angebote für Kinder, Jugendliche und vor allem für diejenigen, die Bildungsprozesse gestalten und unterstützen. Mit ihrem Angebot verfolgt die aim das Ziel, Bildungsgerechtigkeit zu ermöglichen sowie Kinder und Jugendliche zu einer aktiven, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Teilhabe an der demokratischen Gesellschaft zu befähigen.

 

Die aim wurde 2002 gegründet und wird seitdem von der Dieter Schwarz Stiftung unterstützt und gefördert. Dadurch ist gewährleistet, dass die Angebote der aim weitgehend kostenfrei angeboten werden können.

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