Wie läuft solch ein Besuch genau ab?
Mayer: Die Familien erhalten einen schriftlichen Terminvorschlag. Wenn sie nicht absagen, kommen die Baby-Botschafterinnen an diesem Tag zu ihnen nach Hause. Diese überreichen den Eltern zuerst das Willkommensgeschenk: ein Baby-Kapuzenhandtuch sowie viele nützliche Informationen für Familien. Dann fragen sie die Eltern und insbesondere die Mütter, wie es ihnen geht und ob sie Unterstützung benötigen. Im Gespräch ergibt es sich oft, dass die Baby-Botschafterinnen auf individuelle Themen eingehen beziehungsweise zielgerichtet Infomaterial geben können, etwa zur offenen Hebammensprechstunde. Unsere fünf Baby-Botschafterinnen sind offene und empathische Personen, die auch Verständnis dafür haben, wenn in der Wohnung zum Beispiel etwas Unordnung herrscht. Außerdem sprechen sie insgesamt elf Sprachen, wodurch wir Sprachbarrieren abbauen können. So entsteht in der Regel ein toller Austausch.
Wie kommt das Angebot bei den Familien an?
Mayer: Die meisten Familien freuen sich auf die Besuche und sind sehr aufgeschlossen, wirklich weggeschickt wird kaum eine Baby-Botschafterin. Im Jahr 2023 haben wir eine externe Evaluation der Willkommensbesuche zur Erfahrung und Zufriedenheit der Eltern in Auftrag gegeben. Darin bewerteten 95 Prozent der Familien den Besuch als „hilfreich“, „gut“ oder „sehr gut“. Wenn Eltern wissen, welche Anlaufstellen sie aufsuchen und welche Angebote sie nutzen können, profitiert von dem Besuch die ganze Familie. Wenn es den Eltern gut geht, geht es den Kindern meist auch gut. Und das wollen wir mit unserem Angebot erreichen.