„Die zentrale Herausforderung der Quantentechnologie ist die Störanfälligkeit der Qubits, also der Atome, Moleküle und Photonen, mit denen Quantenprozessoren arbeiten. Effiziente Methoden zur Fehlerkorrektur sind daher die Voraussetzung für praxistaugliche Quantencomputer. Über die Jahre sind hier bereits große Fortschritte gemacht worden, am Ziel sind wir aber noch nicht. Mit KI können wir nun intelligente, automatisierte Verfahren zur Fehlerkorrektur entwickeln und diese so auf ein neues Level heben. Als eine Art intelligenter Autopilot würden KI-Systeme Fehler nicht nur ausgleichen, sondern bestenfalls sogar vorausschauend vermeiden und die hochsensiblen Quantenprozessoren auf diese Weise stabilisieren.
Doch auf dem Weg zum anwendbaren Quantencomputer gilt es, ein weiteres Problem zu lösen: Wir haben schlicht noch nicht genügend Software, um sie sinnvoll zu betreiben. Zwar verfügen wir über erste Quantenalgorithmen, doch diese wurden für spezifische Zwecke entwickelt. Was uns fehlt, ist eine Bibliothek von Algorithmen, die sich bausteinartig zusammensetzen lassen, um damit auch komplexe Programme für unterschiedliche Anwendungen zu schreiben. Auch deren Entwicklung kann KI unterstützen und beschleunigen.“