Diese Unabhängigkeit ermöglicht zugleich die Entwicklung weiterer Anwendungen, die es frei verfügbar bislang nicht gibt. Für andere Marktakteure würde sich das auch kaum rechnen, zu hoch können Komplexität und Aufwand sein. Sozial KI forscht darüber hinaus selbst, etwa mit Bias- und Zuverlässigkeitstests, an Fällen aus der Praxis.
Ein Beispiel dafür sind KI-gestützte Visualisierungs- und Fallanalysemethoden. Ein anderes sind KI-Modelle, die auch mit stark belastenden Inhalten wie extremer Gewalt arbeiten können. Öffentlich verfügbare KI-Systeme blockieren derartige Inhalte in der Regel. In sozialen Einrichtungen gehören genau diese Inhalte jedoch häufig zum Arbeitsalltag. „So können wir dort weitermachen, wo andere aufhören müssen“, sagt Schöwitz. „In einem derart sensiblen und wichtigen Arbeitsfeld halten wir das für unverzichtbar.“ Schließlich hätten die Jungunternehmer während des Masterstudiums gelernt, wie sich KI ethisch vertretbar in sozialen Einrichtungen einsetzen lässt. „Dieses Wissen haben wir bei der Entwicklung von SoKI® von vornherein berücksichtigen können“, so Schöwitz.