Ein Lernort für alle
Die gemeinnützige Organisation Arkadia betreibt in Heilbronn einen Lernort für Austausch, Experimente und Stadtentwicklung. Marianna Georgiou erklärt, wie der OpenSpace funktioniert.
Frau Georgiou, OpenSpace hört sich einladend an. Welches Konzept steht hinter diesem Angebot von Arkadia, und wer kann es nutzen?
Marianna Georgiou: Der OpenSpace ist ein Lern- und Begegnungsraum in Heilbronn für alle, die neugierig sind und etwas bewegen wollen. Das sind etwa Studierende der hiesigen Bildungseinrichtungen wie TUM Campus Heilbronn, 42 Heilbronn oder der Hochschule Heilbronn, die den OpenSpace als Lernort nutzen oder sich dort mit Akteuren aus Unternehmen und anderen Bereichen treffen, um Ideen auszutauschen und voranzutreiben. Genauso aber sind Bürger aus der Region willkommen oder gemeinnützige Vereine und Organisationen, die an Projekten mitwirken oder bei uns ihre Veranstaltungen ausrichten. Wir von Arkadia nutzen den OpenSpace selbst für eigene Formate wie zum Beispiel für Labs, Ausstellungen, Vorträge oder Hackathons.
Da sich der OpenSpace in der früheren Maschinenfabrik Weipert befindet, verleiht seine industrielle Vorgeschichte ihm eine ganz besondere Atmosphäre. Der Raum ist 800 Quadratmeter groß, hat sehr hohe Decken und kann ganz flexibel genutzt werden. Es gibt verschiedene Bereiche, Whiteboards, Monitore, bewegliches Mobiliar, eine Bühne und vieles mehr. Das Besondere ist die Art, wie dort gelernt wird: mit Peer-Learning, Challenges und einem gewissen Gamification-Gedanken. Uns ist wichtig: Der OpenSpace ist kein klassischer Veranstaltungsraum, in dem wir als Organisatoren einen Ablauf oder eine Agenda festlegen. Vielmehr stehen die Prinzipien von Selbstorganisation und Freiwilligkeit im Vordergrund.
Über Marianna Georgiou
Marianna Georgiou ist Projektmanagerin bei Arkadia Heilbronn und betreut den OpenSpace. Sie verantwortet den Betrieb und die Weiterentwicklung des OpenSpace, von der Raumgestaltung und dem Veranstaltungsmanagement bis hin zu Projekten.