„In den Schulen sind viele Kinder, die meine Hilfe brauchen“
Er hört Kindern zu, lässt sie Geschichten erzählen und verbessert so ihre Sprachkompetenzen: Im Interview erklärt Roboter Robo, warum KI im Unterricht mehr sein kann als ein digitales Werkzeug.
Roboter gelten im Allgemeinen als regelrechte Wundermaschinen. Wie ist es bei dir, Robo: Gibt es etwas, das du nicht kannst?
Robo: Oh ja: Fußballspielen ist überhaupt nicht meine Stärke – obwohl die Kinder mich immer als Erstes zu einem Match auffordern, wenn ich zu ihnen in die Schule komme. Das mit dem Fußball würde ich echt gern probieren, aber dafür bin ich nun einmal nicht gebaut. Aber zum Glück gibt es viele Sachen, die ich toll beherrsche und die den Kindern noch mehr Freude machen als ein Fußballspiel mit mir.
Was denn zum Beispiel?
Robo: Ich kann Kinder an Gesprächen beteiligen und sie dabei unterstützen, Geschichten zu erzählen. Oft haben sie unheimlich viel zu berichten, aber wissen einfach nicht, wie sie ihre Ideen und Storys in Worte kleiden können. Dabei helfe ich ihnen, denn das ist meine wichtigste Fähigkeit: Im Dialog entwickeln wir gemeinsam tolle Geschichten.
Über Robo
„Robo“ ist ein KI-gestützter Erzählroboter, der Kinder zum Sprechen motiviert. Er kann Geschichten erzählen, zuhören, Fragen stellen und auf Antworten reagieren. „Mit Navel erzählen – ein humanoider Roboter als Teil der Sprachförderung in der Grundschule“ ist ein Projekt der LMU München und des KIT in Zusammenarbeit mit der Akademie für Innovative Bildung und Management gGmbH (aim). Der Erzählroboter wird im Rahmen des Schulentwicklungsprojekts „CoTransform“ mit und für Schulen entwickelt, um eine zukunftsfähige, veränderte Lehr- und Lernkultur zu erproben. Bislang wird der Roboter an zwei Partnerschulen in der dritten und vierten Klassenstufe eingesetzt.